Atemschutz Notfalltraining Neu-EichenbergAm 16. Mai 2008 trafen sich die Atemschutzgeräteträger zur zweiten Atemschutzfortbildung im Ortsteil Eichenberg. Geplante Themen waren Ausrüsten auf der Einsatzfahrt, Einsatz-Training sowie die Atemschutzüberwachung. Nach einer theoretischen Einweisung zum richtigen Ausrüsten, starteten die Kameraden zu Ihrer Einsatzstelle. Einsatzlage war ein Wohnhausbrand. Es wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet. Abschnitt Nord führte mit einem Löschzug eine Menschenerttung im Erdgeschoss und dem ersten Obergeschoss durch. Da wohl ein weiteres Feuer im Keller loderte, wurde der Einsatzabschnitt Süd gebildet.

Der dortige Abschnittsleiter erhielt als erste Einheiten das TSF-W (1/4) Eichenberg und das LF 8/6 Hebenshausen (1/4). Die Besatzung des LF 8/6 wurde dem TSF-W unterstellt. Derzeit sah alles nach einer Standard-Einsatzübung aus. Der Angriffstrupp nahm das erste Rohr zur Brandbekämpfung im Keller vor und machte sich auf die Suche nach dem Brandherd. Es gab Hindernisse zu umgehen und sich nicht in herabhängenden Leitungen zu verhädern. Der Brandherd wurde auch zügig gefunden und die Brandbekämpfung eingeleitet. Was jedoch danach geschah war keinem Übungsteilnehmer bekannt. Durch die Ausbilder wurde der Angriffstrupp zwangsweise getrennt, um einen Atemschutznotfall zu simulieren. Der Angriffstruppführer wurde an einem anderern Ort verbracht, sein Truppmann blieb zurück. Ab hier wurde das eigentliche Trainingsszenario gestartet. Durch Lautsprecher wurden Brandgeräusche, Explosionen, Schreie und Sirenen lautstark eingespielt. Zusätzlich wurden blitzende Lichteffekte eingesetzt. Dies alles diente um möglichst viel Stress bei den Teilnehmern zu erzeugen, was auch gelang. Insgesamt wurden zwei Sicherheitstrupps eingesetzt, um schließlich den "verunglückten" Kameraden zu retten.
Es kam zu vielen Komplikationen und Problemen aus denen wertvolle Lehren für Realeinsätze gezogen werden kann. Zum Glück war dies nur ein Training, jedoch musste nach dem Training behutsam mit den durch den Stress aufgeputschten Stimmung der Teilnehmern umgegangen werden. Das Atemschutz-Notfall-Training (A.N.T.) soll uns helfen mehr Sicherheit im Einsatzfall zugeben und darf kein Vorführen der Teilnehmer sein! Die FwDV 7 "Atemschutz" fordert ein solches Atemschutz-Notfall-Training gibt aber keine Empfehlungen für ein solches Training an. Als Basis für unser Training haben wir uns an dem A.N.T. der Feuerwehr Berlin orientiert.
Bei Atemschutzeinsätzen müssen die eingesetzten Atemschutztrupps oft ein sehr hohes Risiko eingehen und dabei kann es auch zu lebensbedrohlichen Notfällen kommen. Daher ist es wichtig in Gefahrensituationen sicher arbeiten zu können. Ein gewisser Drill ist in der Ausbildung unabdingbar. Atemschutzgeräteträger müssen definierte Handlungsabläufe immer wieder üben, um diese sicher zu beherrschen.

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