Bei jedem Atemschutzeinsatz mit Pressluftatemschutzgeräten (PA) und bei jeder Übung muss grundsätzlich eine Atemschutzüberwachung durchgeführt werden. Die Atemschutzüberwachung ist eine Unterstützung der unter Atemschutz vorgehenden Trupps bei der Kontrolle ihrer Behälterdrücke. Außerdem erfolgt eine Registrierung des Atemschutzeinsatzes.

Bestandteile der Atemschutzüberwachungstafel

Die Atemschutzüberwachungstafel besteht aus einem Brett mit einer Uhr, zwei Kurzzeitweckern, einen Atemschutzüberwachungsblatt und einem wasserfesten Stift. Ein an der Rückseite der Überwachungstafel angebrachter Winkel ermöglicht es dem Atemschutzüberwacher die Tafel an der Leiter am Heck des Feuerwehrfahrzeuges anzubringen. Am unteren Teil der Überwachungstafel befinden sich mehrere Bohrungen, an denen die Namensschilder mittels Karabinerhaken eingehängt werden können.

Ablauf der Atemschutzüberwachung

Atemschutzüberwachungstafel (Quelle: Atemschutzüberwachungstafel Werra-Meißner-Kreis)

I. Nach Durchführung der Kurzprüfung am Atemschutzgerät, tragen die Geräteträger ihren Anfangsdruck und ihren Namen (kann bei Verwendung des Überwachungsanhängers mit Karabinerhaken ggf. entfallen) in das entsprechende Feld ein. Die Atemschutzgeräteträger hängen ihren persönlichen Überwachungsanhänger in die entsprechende Bohrung am unteren Rand der Tafel ein. Zusätzlich muss noch die Art des Gerätes eingetragen werden.

II. Wird der Trupp eingesetzt, startet er bei Einsatzbeginn den auf 30 min eingestellten Kurzzeitwecker. So kann in der Anfangsphase des Einsatzes, in der viele Aufgaben parallel zu erledigen sind, auf das Eintragen der Uhrzeit des Einsatzbeginns verzichtet werden.

III. Der mit der Überwachung Beauftragte (ggf. der Maschinist) muss dann, spätestens einige Minuten nach Einsatzbeginn, mit der eigentlichen Überwachungstätigkeit beginnen. Anhand der am Kurzzeitwecker abgelaufenen Zeit ermittelt er die Uhrzeit des Einsatzbeginns und trägt diese ein. Abhängig von der Geräteart ergibt sich die voraussichtliche Einsatzzeit (z. B. PA 6 l/300 bar ca. 30 min, CSA 20 min). Weiterhin sind das Einsatzziel und der Weg stichwortartig einzutragen.

IV. Entsprechend dem Grundsatz "Rückwegluft = doppelter Hinwegluft" muss sich der eingesetzte Trupp spätestens bei der Ankunft an seinem Einsatzort melden, sein Atemluftdruck und die Uhrzeit bei Erreichen des Einsatzortes wird eingetragen. Nach einem und nach zwei Drittel der zu erwartenden Einsatzzeit ist durch die Atemschutzüberwachung (bzw. den Einheitsführer) der Atemschutztrupp auf die Beachtung der Behälterdrücke hinzuweisen. Entsprechend dem tatsächlichen Atemluftverbrauch kann dann die voraussichtliche Einsatzzeit korrigiert und der Trupp rechtzeitig an den Rückweg erinnert werden. Ebenso ist das Antreten des Rückweges zu dokumentieren.

V. Hat der vorgehende Trupp den Einsatz beendet, wird die Uhrzeit des Einsatzendes eingetragen – die eigentliche Überwachung ist somit abgeschlossen.

VI. Feld "Bemerkungen"
Hier können besondere Vorkommnisse wie z. B. ein Defekt am Gerät o. ä. vermerkt werden. Im Rahmen eines Gefahrguteinsatzes kann auch die Bezeichnung des vorhandenen Gefahrgutes und des eingesetzten CSA zur vorgeschriebenen Dokumentation des Einsatzes eingetragen werden.

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